„Beluga II": Klimawandel als Fluchtursache

Greenpeace-Schiff kommt nach Oberhausen

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Meere
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Zu einem dreitägigen Besuch kommt das Greenpeace-Aktionsschiff „Beluga II“ vom 7. bis zum 9. September nach Oberhausen. Sie wird an der Heinz-Schleußer-Marina in der Marina Oberhausen vor Anker gehen. Für Besucher gibt es die Möglichkeit, sich an Bord über die Folgen des Klimawandels zu informieren.  Das Schiff ist jeweils von 10 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr für Führungen geöffnet. Auch Aktivisten aus der Greenpeace-Gruppe Mülheim-Oberhausen sind vor Ort.

Der Stopp in Oberhausen ist Teil einer mehrwöchigen Info-Tour für den Schutz des Klimas. Die Beluga II fährt dabei entlang Rhein, Main und anderer deutscher Flüsse in insgesamt elf Städten – darunter auch Koblenz, Frankfurt und Mainz. Zu Beginn der 23. Weltklimakonferenz in Bonn wird die „Beluga II“ dann am 6. November in der Nähe des Konferenzgebäudes erwartet. Bis zum Ende der Konferenz werden Aktivisten und Ehrenamtliche auch in Bonn über die Klimaerhitzung und deren Folgen berichten.

Mit an Bord: eine Ausstellung über Flucht und Vertreibung in Folge von Klimaveränderungen. „Überschwemmungen in Bangladesch, Dürren in Afrika oder das gestiegene Taifun-Risiko auf den Philippinen treffen vor allem die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt. Der Klimawandel vertreibt Menschen aus ihrer Region“, sagt Fawad Durrani, Fachreferent von Greenpeace.

Teufelskreis der Klimaerhitzung macht Vertriebene zu Flüchtlingen

Klimaextreme vertreiben laut Internal Displacement Monitoring Centre (IDMC) jedes Jahr durchschnittlich rund 25 Millionen Menschen – dreimal so viele, wie durch Kriege und Gewalt. Damit sind Naturkatastrophen weltweit die Hauptursache, wenn Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Wetterextreme nehmen seit Jahren zu und betreffen immer mehr Menschen weltweit. Zwischen 2008 und 2015 wurden nach Angaben des IDMC insgesamt 110 Millionen Menschen durch Fluten vertrieben, 60,2 Millionen Menschen durch Stürme, 960.000 Menschen durch extreme Temperaturen, 704.000 Menschen durch Erdrutsche und 362.000 Menschen durch Waldbrände. Acht der zehn Länder, in denen 2015 die meisten Menschen durch Naturkatastrophen vertrieben wurden, liegen in Asien. Kommt es in den ärmsten Ländern zu Klimaextremen, setzen diese oft einen Teufelskreis in Gang: Jede Katastrophe führt zur weiteren Verarmung. Die Fähigkeit der betroffenen Staaten, ihre Bevölkerung vor kommenden Naturkatastrophen zu schützen, nimmt immer weiter ab.

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