Schützt die Arktis

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„Schützt die Arktis“ – mit dieser Forderung demonstrierten am 14. Juli Greenpeace-Aktivisten in Mülheim und Duisburg vor vier Shell-Tankstellen gegen die in der Arktis geplanten Ölbohrungen des Ölkonzerns.

„Schützt die  Arktis“ – mit dieser Forderung demonstrierten am 14. Juli Greenpeace-Aktivisten in Mülheim und Duisburg vor 4 Shell-Tankstellen gegen die in der Arktis geplanten Ölbohrungen des Ölkonzerns. Bereits vor 3 Wochen haben Greenpeace Aktivisten in Oberhausen-Sterkrade damit begonnen Unterschriften zum Schutz der Arktis zu sammeln und auf die Bedrohung durch Shell aufmerksam zu machen. Die Unterschriften der ersten Million Menschen werden in einer speziellen Kapsel im kommenden Jahr am Nordpol versenkt - als Mahnung, dass die Arktis Erbe der Menschheit ist und nicht dem Interesse einiger Großkonzerne geopfert werden darf. Unter den Arktisschützern, die bereits unterschrieben haben, befinden sich so prominente Namen wie Paul McCartney, Penelope Cruz, Robert Redford, Peter Fox und viele mehr. Die Aktion von Greenpeace Mülheim-Oberhausen ist Teil einer bundesweiten Aktion bei der am vergangenen Samstag über 70 Gruppen allein in Deutschland teilgenommen haben.

Die Arktis ist doppelt bedroht

„Das Ökosystem der Arktis ist eine der empfindlichsten Regionen auf dieser Welt“, sagt Greenpeace Sprecher Oliver Riemann. „Ölunfälle sind dort viel schwieriger zu bekämpfen. Gleichzeitig wird der Klimawandel durch das in der Arktis geförderte Öl angeheizt, das Eis und damit die Heimat von Eisbären und Walrössern am Nordpol schmilzt. Shell ist damit doppelt für die Zerstörung der Arktis verantwortlich. Wenn die Pläne nicht gestoppt werden, wird aus reiner Profitgier eine der letzten unberührten Regionen dieser Erde ruiniert“.

Shell startet gefährliche Ölbohrungen

Shell hat in den vergangenen Monaten Spezialschiffe und eine Ölplattform aus der ganzen Welt für die Bohrungen in der Arktis zusammengezogen. Greenpeace hat in den vergangenen Monaten bereits durch Aktionen versucht die Schiffe aufzuhalten wie zum Beispiel in Ostsee das Spezialschiff Nordica. Doch seit wenigen Tagen ist Shell mit den Bohrschiffen in Alaska vor Ort und wird in Kürze beginnen. Experten warnen, dass es bisher keine Methode gibt, einen großen Ölunfall in dieser Region zu beherrschen. Niedrige Temperaturen, Eisbedeckungen und lange Dunkelperioden verlangsamen den natürlichen Abbauprozess des Öls deutlich, das Öl verbleibt damit lange Zeit im Ökosystem.

So sind die Folgen des Tankerunglücks der „Exxon Valdez“ vor der Küste von Alaska vor rund 23 Jahren auch heute noch sichtbar. Langfristiges Ziel von Greenpeace ist es, in der hohen Arktis ein Schutzgebiet zu etablieren, um die Natur zu retten und Ölbohrungen und industriellen Fischfang in der Arktis zu verhindern.

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