Kleidung ohne Gifte

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„Adidas – entgifte unsere Kleidung“ wurde auf dem Banner gefordert, mit dem Greenpeace Mülheim-Oberhausen im Einkaufszentrum Centro Oberhausen die Aufmerksam auf sich lenkte. Deutschlandweit haben sich Aktivisten am Wochenende mit Informationsständen auf Einkaufsstraßen positioniert. Ziel war es, die Passanten über die verheerenden Auswirkungen von giftigen Chemikalien in Textilien auf Umwelt und Mensch aufzuklären.

Seit Mitte 2011 hat Greenpeace im Rahmen der Detox-Kampagne mehrere Untersuchungen durchgeführt, die den Einsatz verschiedener gefährlicher Chemikalien (per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC)) bei der Kleidungsherstellung und deren Verbleib in den Textilien zum Inhalt haben. Erschreckend sind nicht nur die Ergebnisse der ersten Studie, sondern auch die der Folgestudien. Der Einsatz vielfältiger Chemikalien ist trotz umweltverträglicher Alternativen immer noch weit verbreitet!!

Die negativen Auswirkungen der Verwendungen belasten nicht nur die Umwelt, sondern auch den Menschen. Dabei werden nicht nur die Arbeiter der Produktionsstätten die tagtäglich mit diesen giftigen Chemikalien zu tun haben geschädigt, sondern wir alle sind betroffen!

Die Chemikalien gelangen direkt ins Abwasser, aber auch auf indirektem Wege gelangen sie in unsere Umwelt. Permanent werden sie in der Kleidung freigesetzt und befinden sich so in unserer Atemluft. Sie können nicht abgebaut werden, und Untersuchungen legen offen, dass sie sich bereits in unserem Grund- und Trinkwasser befinden. Für uns kann dies unangenehme gesundheitliche Folgen haben, u.a. Schädigungen der Leber und Fortpflanzungsorganen, Wachstum von Tumoren, Beeinträchtigung des Kindes bereits im Mutterleib,…

Richtlinien für Kleidung fehlen

Gefunden wurden diese giftigen Stoffe in beinah allen Bereichen der Bekleidungsindustrie. Fast Fashion, Sportbekleidung, Edeltextilien, Bademode, Fußbekleidung, Outdoorkleidung. Aber sogar in Kinder- und Babykleidung wurden einige dieser gefährlichen Chemikalien gefunden. Und das in einer Konzentration, die EU-weit im Bereich Kinderspielzeug und bei Produkten zur Kinderpflege nicht überschritten werden darf. Für Bekleidung fehlen hier leider noch nötige Verordnungen.

Greenpeace fordert Unternehmen und Politik auf, dass was passieren muss. Durch Änderungen in der Lieferkette sowie Richtlinien und Verordnungen.

Auf Drängen von Greenpeace haben sich bisher 18 Unternehmen öffentlich verpflichtet, ihre Lieferkette zu entgiften. Sind bei einigen bereits konkrete Fortschritte durch Zeitpläne und Maßnahmen erkennbar, so ist bei drei dieser Unternehmen nichts erkennbar (Adidas, Nike, Li-Ning).

Aber auch jeder Einzelne kann was ändern! Durch unser Konsumverhalten können wir Unternehmen zum Wandel bewegen!

Weiterführende Links

Greenpeace Deutschland zum Aktionstag
Greenpeace Deutschland: Detox-Kampagne

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