Schützt die Antarktis

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14236 Kilometer ist das Weddellmeer von der Mülheimer Stadtmitte entfernt: Mit einem Wegweiser hat die Greenpeace-Gruppe Mülheim-Oberhausen am Samstag, 27. Januar, Unterschriften zur Einrichtung eines Meeresschutzgebiets in der Antarktis gesammelt.

Mit der Aktion und einem Informationsstand am Kurt-Schumacher-Platz in der Mülheimer Innenstadt machen die Ehrenamtlichen auf eine historische Chance für den Meeresschutz aufmerksam: Im Herbst entscheidet die Antarktis-Kommission CCAMLR über die Schaffung des weltgrößten Meeresschutzgebiets im Weddellmeer. Die Antarktis erscheine vielen so weit weg, sagen die Ehrenamtlichen der Greenpeace-Gruppe Mülheim-Oberhausen. „Dabei
ist sie unser gemeinsames Welterbe und gehört uns allen. Wir müssen die einzigartigen Ökosysteme der Antarktis erhalten, bevor die industrielle Fischerei dort neue Fanggebiete erschließt.“


Der fortschreitende Klimawandel lässt die antarktischen Eismassen schmelzen und öffnet bislang unzugängliche Regionen für die industrielle Krillfischerei. Krill, Schwärme von Kleinkrebsen, ist für das Überleben von Pinguinen, Walen und Robben unerlässlich.

Die scheidende Bundesregierung hatte vorgeschlagen, im Weddellmeer ein Schutzgebiet von rund 1,8 Millionen Quadratkilometern einzurichten. Das entspräche etwa der fünffachen Fläche Deutschlands. Beschließen könnte das neue Schutzgebiet die Antarktis-Kommission CCAMLR auf ihrer Sitzung im Herbst 2018. Greenpeace fordert, dass die neue  Bundesregierung dort den Schutzgebietsvorschlag gegen Länder mit starken Fischereiinteressen wie Norwegen, China, Südkorea und Japan durchsetzt.

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