Gegen Billigfleisch

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Vor einer Mülheimer Lidl-Filiale demonstrierten Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Mülheim-Oberhausen am Samstag, 8. April, gegen Billigfleisch. Mit Postkarten, großen Aufstellern und Flyern informierten sie Kunden über ihre Forderungen nach einer klaren Kennzeichnungen auf Fleischprodukten und mehr Transparenz bei der Tierhaltung und Herkunft. Zahlreiche Passanten leisteten noch vor Ort ihre Unterschrift. Der Leiter der Lidl-Filiale war leider nicht zu einem Gespräch bereit.

Greenpeace hat bei allen großen deutschen Supermarktketten nachgefragt, aus welcher Tierhaltung ihr Fleisch stammt. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Supermärkte tun zu wenig, um sich von den schwachen gesetzlichen Mindeststandards abzuheben. Diese lassen es zu, die Ringelschwänze der Schweine abzuschneiden und sie ohne ausreichend Tageslicht, ohne Auslauf auf engstem Raum zu halten.

Die Vorgaben der vom Einzelhandel ausgerufenen „Initiative Tierwohl“ sind kaum besser als die gesetzlichen Mindeststandards. Auch hier bleibt die Haltung der Tiere nach wie vor mangelhaft. Zudem landet Gentechnik im Futtertrog und den Landwirten werden keine fairen Preise gezahlt. 

Mit dem Logo der Initiative werben besonders Lidl und Aldi massiv auf ihrem Fleischangebot. Der Großteil des Fleisches kommt jedoch nicht aus Betrieben der Initiative, sondern aus umweltschädlicher Massentierhaltung.

In Dänemark zeigt der Discounter Lidl sogar, dass es besser geht. Dort verkauft Lidl Fleisch von Schweinen,  denen kein Antibiotikum verabreicht wird, die nicht mit gentechnisch veränderter Nahrung gefüttert werden und die ihre Ringelschwänze behalten dürfen.

Weiterführende Links

Presseerklärung von Greenpeace MHOB
Berichterstattung WAZ: "Greenpeace stellt Lidl an den Pranger"
Greenpeace Deutschland: Lidl hat die Wahl
Siegelratgeber: Tierleid oder Verantwortung

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