Atomkraft? Nein Danke!

Media

Duisburg als Atommüll-Drehscheibe der ganzen Republik? Schluss damit! Greenpeace Mülheim-Oberhausen unterstüzte das Anti-Atom-Bündnis Niederrhein bei einer Demo in Duisburg. Dort verteilten die Aktiven auch den aktuellen Wahlkompass.

Die Aktiven von Greenpeace im gesamten Ruhrgebiet haben gemeinsam einen Wahlkompass zur Bundestagswahlen am 22. September 2013 erstellt. Dazu haben sie den Bundestags-Kandidaten aus der Region Fragen zur Umweltpolitik gestellt. Thema waren die Energiewende, der Erhalt unserer Wälder, der Schutz der Meere und der Arktis sowie die Landwirtschaft als Haupttreiber des Artenverlustes. Verteilt wurde der Wahlkompass auch bei einer Anti-Atom-Demo in Duisburg.

Die Forderungen von Greenpeace an die Politik sind:

1. Handlungsfähigkeit der Politik gegenüber der Wirtschaft zurückgewinnen und starke Nachhaltigkeit durchsetzen.
• Umweltschädliche Subventionen und Privilegien abbauen und Unternehmen an den ökologischen und sozialen Kosten ihrer Aktivitäten beteiligen.

2. Eine echte Energiewende einleiten – ohne Atom und Kohle.
• Kohleausstieg gesetzlich verankern.
• Atomausstieg beschleunigen (bis 2015) und Endlagersuche neu gestalten.
• Erneuerbare Energien verstärkt, aber naturverträglich ausbauen.

3. Klima- und menschenfreundliche Mobilität statt Autochaos und Billigflüge.
• Umweltschädliche Subventionen im Verkehrsbereich abschaffen – vor allem bei Dienstwagen, Kraftstoffen und im Flugverkehr.

4. Vorreiter im internationalen Klimaschutz werden und Ölkonzerne stoppen.
• Weltweiten Klimaschutz voran bringen – durch Koalitionen mit progressiven Staaten und kontinuierliche Finanzhilfen für ärmere Länder.

5. Industrielle Landwirtschaft eindämmen und Ökolandbau ausweiten.
• Umweltschädliche Subventionen abbauen, Exportsubventionen verbieten und Beihilfen an Umweltleistungen koppeln.
• Monomaisanbau und Umbruch von Grünland verbieten, fruchtbare Böden erhalten und Pestizideinsatz deutlich reduzieren.
• Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen dauerhaft verhindern.

6. Wälder national und weltweit schützen und Urwälder von morgen schaffen.
• Öffentliche Beschaffung wald- und klimagerecht gestalten – durch Papiervermeidung und Bezug glaubwürdig zertifizierter Hölzer.
• Internationalen Wald- und Urwaldschutz vorantreiben – durch Stopp von Produkten aus Urwaldzerstörung  (Soja, Palmöl), Verhinderung illegaler Holzeinfuhren und finanzielle Unterstützung für Waldschutz in Entwicklungsländern.

7. Meeresschutz national und international vorantreiben
• Die Bundesregierung muss die Überfischung stoppen – u.a. durch Maßnahmen gegen industrielle  Überfischung, Förderung nachhaltiger Fangmethoden, Abschaffung von Überkapazitäten und strengere Kennzeichnungspflichten für Fischprodukte.

Publikationen

Weiterführende Links

Näheres zum Anti-Atom-Bündnis Niederrhein